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Gewerkschaft: Bundespolizei droht im nächsten Jahr Engpass bei den Bodycams
Der Bundespolizei droht nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im kommenden Jahr ein Engpass bei der Ausstattung mit Bodycams. Eine Ausschreibung über 2500 neue Geräte mit einer Option auf weitere 1500 sei gescheitert, sagte der GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Im kommenden Jahr werden die Beamten womöglich ohne einsatzfähige Bodycams dastehen", sagte Roßkopf.
Für die Anschaffung der neuen Geräte seien rund fünf Millionen Euro eingeplant gewesen. Auch sei seit Längerem bekannt gewesen, dass der bisherige Hersteller seinen Support einstellen werde, sagte Roßkopf. Eine fertige Ausschreibung habe ein Jahr lang unbearbeitet vorgelegen, später seien zusätzliche Vorgaben wie Wechselakkus hinzugekommen. "Genau aus diesem Grund hat sich bisher auch kein Anbieter gefunden", sagte der GdP-Vorsitzende.
Roßkopf betonte, der Einsatz der Körperkameras habe sich gerade an Bahnhöfen bewährt. "Sie wirkt durch ihren Einsatz oftmals schon deeskalierend", sagte der GdP-Vorsitzende. Gerade bei aggressiven Situationen und Straftaten sei sie als Beweismittel unverzichtbar. Zudem gebe es Anbieter, deren Bodycams sich "perfekt" mit den Teasern der Bundespolizei kombinieren ließen.
Nötig sei nun eine schnelle Entscheidung des Bundesinnenministeriums, um den drohenden Mangel im kommenden Jahr abwenden zu können. Es sei zu hoffen, dass der bisherige Anbieter seinen Support erneut verlängere. "Dies wird viele Millionen kosten", sagte Roßkopf.
Y.Jeong--CPN