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Hollywoodstar Richard Gere ist "beschämt" wegen US-Migrationspolitik
Der Hollywoodstar Richard Gere hat angesichts des Umgangs der US-Regierung mit Geflüchteten seiner Bestürzung Ausdruck verliehen. "Wir sprechen oft von Migranten, von Flüchtlingen, als wären sie anders als wir. Als gehörten sie zu einer anderen Kategorie von Menschen", sagte der US-Schauspieler am Donnerstag in Berlin. "Ich schäme mich zutiefst dafür, das solltet ihr wissen."
"Jeder ist ein Einwanderer, ein Flüchtling oder ein Migrant", sagte Gere bei der Vorstellung einer neuen Initiative für einen toleranteren Umgang mit Migration. Das Projekt wurde als Partnerschaft zwischen der Richard Gere Stiftung und der Hertie School Berlin ins Leben gerufen.
Die gemeinsame Initiative solle dazu beitragen, "eine neue Perspektive, eine neue Politik und neue Strategien zur Migration" zu entwickeln, erklärte die Hertie School. Das Vorhaben soll zu einem Wandel von einer "auf Feindseligkeit basierenden zu einer chancenorientierten Politikgestaltung" beitragen.
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) erklärte, die Initiative werde "in einer Zeit ins Leben gerufen, in der die öffentliche Debatte über Vertreibung und Migration zunehmend feindselig und polarisiert ist, was es sehr schwierig macht, nachhaltige Lösungen zu finden".
Der 76-jährige Gere, der mit seinen Rollen in "Pretty Woman" und "American Gigolo" weltberühmt wurde, gilt als deutlicher Kritiker von US-Präsident Donald Trump, den er jüngst als "Irren" bezeichnete. Gere engagiert sich seit Jahrzehnten für humanitäre Zwecke und hat Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen, im Bereich der öffentlichen Gesundheit, der Bildung und der Nothilfe sowie der Kultur finanziell unterstützt.
L.K.Baumgartner--CPN