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Rapper Kanye West verschiebt Frankreich-Konzert nach Verbots-Drohung
Nach Verbots-Drohungen des französischen Innenministers hat US-Rapper Kanye West sein geplantes Konzert in Marseille vorerst verschoben. Nach "reiflicher Überlegung" habe er entschieden, seinen Auftritt in der südfranzösischen Hafenstadt bis auf weiteres zu verschieben, erklärte West am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Zuvor war aus dem Innenministerium in Paris verlautet, Minister Laurent Nuñez prüfe wegen Wests antisemitischer Äußerungen ein Verbot des für Juni geplanten Konzerts.
Der inzwischen unter dem Künstlernamen Ye auftretende West hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der Rapper seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit.
"Ich weiß, es braucht Zeit, die Aufrichtigkeit meines Willens zur Wiedergutmachung zu verstehen", schrieb West am Dienstag auf X. Er übernehme die volle Verantwortung für sein Handeln in der Vergangenheit, wolle aber nicht, dass seine Fans in die Kontroverse hineingezogen würden.
Die britische Regierung hatte in der vergangenen Woche eine von West beantragte Einreisegenehmigung für ein Musikfestival abgelehnt. Die Veranstalter sagten das Festival daraufhin ab.
J.Bondarev--CPN