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Japans Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal
Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal überraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ging von Juli bis September um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurück, wie die Regierung am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten mit einem leichten Wachstum gerechnet.
Gründe für den Rückgang waren vor allem die hohen Importpreise sowie ein schwacher privater Konsum - er wuchs um nur 0,3 Prozent. Analysten hatten angesichts der Aufhebung von Corona-Beschränkungen mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Japan ist stark abhängig von Energie- und auch Lebensmittelimporten, deren Preise stark gestiegen sind. Der Kurs des Yen ist zudem schwach zum Dollar, was viele Einfuhren zusätzlich verteuert.
Japans Wirtschaft war in den Vorquartalen dreimal in Folge gewachsen. Die Daten für das dritte Quartal sind vorläufig und könnten noch revidiert werden. Der Ökonom Taro Saito vom Forschungsinstitut NLI erklärte, der Rückgang im dritten Quartal sei "eine Eintagsfliege", im laufenden vierten Quartal bis Jahresende "werden wir wieder ein Wachstum sehen". Konsum und Unternehmensinvestitionen seien "kräftig". Japans Regierungschef Fumio Kishida hatte Ende Oktober ein Konjunkturpaket in Höhe von umgerechnet 270 Milliarden Euro angekündigt, um die Wirtschaft anzukurbeln.
A.Mykhailo--CPN