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Verdi-Chef Werneke für betriebliche Einmalzahlungen gegen Inflation
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat sich für steuerbefreite betriebliche Einmalzahlungen als Ausgleich für die von den Energiepreisen getriebene Inflation ausgesprochen. Es gebe eine ganze Reihe von Branchen, in denen die Lohntarifverträge bis weit ins nächste oder gar übernächste Jahr abgeschlossen worden seien, sagte Werneke am Dienstag dem Sender Phoenix. In diesen Fällen sollten die Arbeitgeber Einmalzahlungen leisten.
Um dies zu fördern, sieht das nächste Entlastungspaket der Bundesregierung eine Abgabenbefreiung vor, was Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag noch einmal bestätigte. Unternehmen sollten "bis zu 3000 Euro steuer- und abgabenfrei" an ihre Angestellten auszahlen können, sagte er beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin.
Berichte über ein derartiges Vorhaben im Rahmen eines vorherigen Entlastungspakets waren noch Anfang Juli auf Ablehnung unter anderem seitens der Gewerkschaften gestoßen, die stattdessen insbesondere lineare Lohnerhöhungen forderten. Da, wo Tarifverhandlungen stattfänden, brauche es auch "angemessene Tariflohnsteigerungen", sagte Verdi-Chef Werneke am Dienstag. "Da wo derzeit keine Tarifverhandlungen stattfinden, ist es richtig, auf das, was jetzt die Bundesregierung vorschlägt, zurückzugreifen. Nämlich zusätzliche Zahlungen, die dann auch steuerfrei sind."
T.Morelli--CPN