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Nach Auslaufen von Neun-Euro-Tickets wieder so viele Bahnreisen wie vor Corona
Nach dem Auslaufen des Neun-Euro-Tickets für den deutschlandweiten Regionalverkehr liegt das Aufkommen bei Bahnreisen wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten experimentellen Sonderauswertung aggregierter und anonymisierter Mobilfunkdaten durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hervor. Im Gültigkeitszeitraum des Billigtickets war das Reiseaufkommen demnach stark angestiegen.
In den Monaten Juni, Juli und August unternahmen die Menschen der Auswertung zufolge deutlich mehr Bahnreisen über Distanzen ab 30 Kilometern. Im Durchschnitt lag die Zahl der täglich erfassten Reisen im Schienenverkehr demnach um 44 Prozent höher. Bei Bahnreisen zwischen 100 und 300 Kilometern fiel der Anstieg mit 57 Prozent am höchsten aus.
Die meisten zusätzlichen Bahnreisen wurden den Statistikern zufolge am Wochenende unternommen. Von Juni bis August lag die Zahl der Reisen im Schienenverkehr ab 30 Kilometern unter der Woche um knapp ein Viertel höher als 2019, während sie sich am Wochenende verdoppelte.
Die Mobilität nahm offenbar jedoch auch unabhängig vom Neun-Euro-Ticket 2022 deutlich zu: Die Zahl der Bahnreisen über Langstrecken ab 300 Kilometern hatten laut Statistischem Bundesamt bereits seit Anfang April deutlich über dem Niveau vor der Pandemie gelegen. Im Straßenverkehr blieb die Zahl der Reisen von Juni bis August gegenüber 2019 konstant und stieg nur an den Wochenenden leicht an.
O.Hansen--CPN