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Lufthansa kritisiert Pilotenstreik scharf und fordert Rückkehr zu Verhandlungen
Die Lufthansa hat den von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) für Freitag ausgerufenen Streik der Pilotinnen und Piloten scharf kritisiert und zur Rückkehr zu Verhandlungen aufgerufen. "Uns fehlt jedes Verständnis für den Streikaufruf der VC", erklärte Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann am Donnerstagmorgen. Die Arbeitgeberseite habe trotz der Folgen der Corona-Krise und der unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft ein "gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht".
Die Gewerkschaft hatte in der Nacht zu einem ganztägigen Streik schon an diesem Freitag aufgerufen. Die Verhandlungen mit der Lufthansa seien erneut gescheitert, erklärte VC zur Begründung. Die Pilotinnen und Piloten seien nun am 2. September bei der Lufthansa Cargo sowie der Deutschen Lufthansa AG von 0.01 Uhr bis 23.59 Uhr zum Streik aufgerufen.
"Diese Eskalation geht zu Lasten vieler Tausend Kund:innen", beklagte das Unternehmen. Die Lufthansa werde "alles tun, um die Auswirkungen der Streikmaßnahmen für ihre Fluggäste so gering wie möglich zu halten". Die Airline bat Fluggäste, sich fortlaufend auf ihrer Website zu informieren - konkretere Angaben zu den Auswirkungen des Streiks konnte sie zunächst nicht machen.
Die Vereinigung Cockpit fordert eine Gehaltserhöhung um 5,5 Prozent für 2022, einen automatischen Inflationsausgleich sowie eine Anpassung der Tarifstruktur. Die Lufthansa legte nach eigenen Angaben ein Angebot mit 18-monatiger Laufzeit vor, bei dem Pilotinnen und Piloten in zwei Stufen insgesamt 900 Euro mehr Grundvergütung pro Monat bekommen. Die Forderungen der VC erhöhten die Personalkosten hingegen "um mehr als 40 Prozent", rechnete die Lufthansa vor.
"Wir wollen Lösungen am Verhandlungstisch", bekräftigte Niggemann. Das Angebot der Lufthansa sei "eine gute Grundlage, um die Gespräche mit der VC fortzusetzen".
A.Mykhailo--CPN