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Musk bekräftigt Rückzug von Twitter-Übernahme und führt Hinweisgeber an
Der High-Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen Rückzug von der Übernahme des Internetdienstes Twitter bekräftigt und zur Begründung auf Aussagen des früheren Sicherheitschefs des Unternehmens verwiesen. In einer neuerlichen am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme argumentierten Musks Anwälte, die Aussagen des Hinweisgebers Peiter Zatko seien eine "deutliche" Rechtfertigung dafür, das Übernahmeangebot wieder zurückzunehmen. Die Stellungnahme wurde an Twitter geschickt und bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Bei Zatko handelt es sich um den ehemaligen Sicherheitschef von Twitter. Er hatte kürzlich in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht, an das Justizministerium und die US-Wettbewerbsbehörde von "schweren und schockierenden Schwachstellen" bei Twitter gesprochen. Er wirft seinem früheren Arbeitgeber auch falsche Angaben zur Zahl der Nutzer vor - ein Vorwurf, den Musk sich im Rechtsstreit mit Twitter zunutze machen will.
Musk hatte im April eine Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar angekündigt. Anfang Juli ließ Musk den Deal jedoch wegen angeblich "falscher und irreführender" Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen. Hintergrund ist die Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf Twitter. Musk wirft Twitter vor, die tatsächliche Zahl der Nutzer zu hoch zu beziffern. Laut am Montag veröffentlichten Gerichtsdokumenten forderte Musk Zatko auf, Unterlagen zu Spam- oder Fake-Konten bei Twitter zu übergeben.
Die neue Stellungnahme von Musks Anwälten führt an, dass Twitter die Übernahmeregeln verletzt habe, sollten sich die Äußerungen von Zatko als wahr herausstellen. Twitter wies die Anschuldigungen erneut zurück und bekräftigte, das Übernahmeabkommen durchsetzen zu wollen. Der dazugehörige Gerichtsprozess beginnt im Oktober.
X.Cheung--CPN