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Gasspeicher füllen sich offenbar schneller als geplant
Die deutschen Gasspeicher füllen sich einem Bericht zufolge derzeit schneller als geplant. "Das Oktober-Speicherziel von 85 Prozent dürfte schon Anfang September erreicht werden", zitierte das Magazin "Der Spiegel" am Sonntag aus einem internen Vermerk des Bundeswirtschaftsministeriums. Damit werde wahrscheinlicher, dass im Winter ein akuter Gasmangel vermieden werden könne.
Am Freitag hatte der Füllstand demnach 82,2 Prozent betragen. Der Bezug von russischem Gas sei deutlich gesunken. "Im August kamen nur neuneinhalb Prozent des Gasverbrauchs über die russischen Pipelines", zitiert das Magazin aus dem Papier. Das liege zwar auch am geringen Sommerverbrauch. Es würden aber kaum Schwankungen des Bezugs aus Russland zum Start der Heizsaison in den kommenden Wochen erwartet.
"Das Gros der russischen Pipelineimportmengen wurde über andere Wege kompensiert", hieß es demnach in dem Vermerk. So seien in den vergangenen Monaten der Erdgasbezug aus Norwegen und den Niederlanden sowie die Importe von Flüssiggas signifikant gesteigert worden. Auch Belgien habe seit April die Gaseinspeisung erhöht. Neu als Bezugsquelle soll laut dem Ministeriumsvermerk nun Frankreich kommen.
"Die Speicher füllen sich schneller als vorgegeben", sagte Habeck dem "Spiegel". Das Gas sollten "die Unternehmen dann über den Winter planmäßig ausspeichern können, um auch darüber Industrie und Haushalte zu versorgen". "Es ist eine sehr anspruchsvolle Lage, und große Einsparungen sind definitiv weiter nötig, aber wir sind als Land vorbereitet", gab sich Habeck verhalten optimistisch.
M.Mendoza--CPN