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Ceuta-Andrang: EU fordert von Meta und Tiktok Vorgehen gegen Falschinformationen
Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen von den Konzernen Meta und Tiktok ein entschiedeneres Vorgehen gegen Falschinformationen in Krisenzeiten gefordert. "Die Plattformen müssen entschlossen handeln, um die Integrität des digitalen Raums zu wahren, insbesondere in Krisensituationen", erklärte Virkkunen am Freitagabend im Onlinedienst X. "Die Überwachung muss verstärkt und die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern gefestigt werden."
Die Kommissarin kündigte zudem an, dass sich die EU mit dem Thema beschäftigen und "am Montag nachfassen" werde. Der Massenandrang auf Ceuta in der vergangenen Woche war offenbar zu großen Teilen auf Falschinformationen auf Online-Plattformen zurückzuführen. Auf Tiktok sowie den zum US-Konzern Meta gehörenden Netzwerken WhatsApp, Instagram und Facebook hatte sich beispielsweise wie ein Lauffeuer die Nachricht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta "offen" sei - dies stimmte aber nicht.
Zahlen der spanischen Regierung zufolge hatten in der vergangenen Woche rund 72.000 Menschen die neben Marokko gelegene spanische Exklave Ceuta teils schwimmend erreicht, 80 Menschen kamen demnach ums Leben. Die marokkanischen Behörden sprachen von elf Toten auf ihrem Gebiet, Menschenrechtsgruppen gehen von insgesamt mehr als 140 Toten aus.
Y.Jeong--CPN