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Industrie erwartet niedrige Kartoffelernte wegen extremer Trockenheit
Nach dem Rekordjahr 2025 wird die Kartoffelernte in diesem Jahr nach Einschätzung der Industrie deutlich schlechter ausfallen. Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie erklärte am Mittwoch, Gründe seien die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen und die Verringerung der Anbauflächen in Deutschland und in Europa. Die Industrie verarbeitet Kartoffeln etwa zu Pommes frites oder Chips.
Kartoffeln als flachwurzelnde Pflanze seien auf regelmäßige und ausreichende Niederschläge angewiesen, erklärte der Verband. Unter der aktuellen Trockenheit litten die Bestände daher deutlich und seien teilweise auch schon "irreparabel geschädigt". Die mittelfristigen Wetterprognosen wiesen aktuell keine Besserung der Niederschlagssituation aus. Dies führe auch zu einer deutlichen Verknappung von größeren Kartoffelknollen, die gerade für die Pommes-frites-Produktion erforderlich wären.
Die Kartoffelanbaufläche in Deutschland ging laut Verband um sieben Prozent im Vorjahresvergleich zurück, in Teilen Europas war der Rückgang sogar zweistellig. Das rückläufige Angebot zeige sich bereits an den Preisnotierungen am Kartoffelmarkt.
2025 hatten die Landwirte in Deutschland laut Bundeslandwirtschaftsministerium 13,9 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, demnach war es die beste Ernte seit 25 Jahren. Entsprechend waren die Preise für die Erzeuger und in der Folge auch für Verbraucher gesunken.
Y.Ibrahim--CPN