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US-Handelsdefizit geht im Juni leicht zurück
Das Handelsdefizit der USA ist im Juni geschrumpft. Der Wert der Importe von Waren und Dienstleistungen überstieg den der Exporte um 73,3 Milliarden Dollar (rund 63,6 Milliarden Euro), wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Im Vergleich zum Mai ging das Defizit damit um 5,6 Prozent zurück.
Der Wert der Importe in die USA sank demnach im Juni um 1,8 Prozent auf 388 Milliarden Dollar. Die Exporte gingen um 0,9 Prozent auf 314,7 Milliarden zurück. Unter anderem Rohöl wurde weniger ausgeführt. Mit Reisedienstleistungen erzielten die USA dagegen höhere Erlöse, vor allem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft.
Vor allem aus Vietnam, Mexiko und China importieren die USA deutlich mehr, als sie in diese Länder exportieren. Die Europäische Union folgt nach Taiwan auf Platz fünf, das US-Handelsdefizit mit der EU lag recht stabil bei fast elf Milliarden Dollar. Mit Deutschland hatten die USA im Juni ein Handelsdefizit von 7,1 Milliarden Dollar.
Ziel der aggressiven Handels- und Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ist es eigentlich, die Exporte der Vereinigten Staaten zu stärken und weniger zu importieren. Allerdings hatte das Oberste US-Gericht Ende Februar einen Großteil der von Trump verhängten Sonderzölle für unrechtmäßig erklärt.
Danach führte die Regierung für internationale Handelspartner einen neuen, zehnprozentigen Sonderzoll auf anderer Rechtsgrundlage ein. Er lief Ende Juli aus und wurde durch Aufschläge zwischen zehn und 12,5 Prozent abgelöst. Die USA begründen sie mit einem unzureichenden Vorgehen der Handelspartner gegen Zwangsarbeit.
H.Meyer--CPN