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Elektroautos werden wieder teurer - Söder für E-Auto-Prämie auch für größere Pkw
Elektroautos in Deutschland werden laut einer Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) wieder teurer. Grund sei die staatliche Förderprämie und damit der Anstieg der Verkäufe von E-Autos, erklärte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer am Montag. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte, die Förderprämie auf große Wagen auszuweiten, "damit die deutschen Hersteller Mercedes, VW, Audi und BMW davon profitieren".
Das CAR untersuchte die Listenpreise abzüglich der Rabatte der aktuell gängigsten Modelle - 25 Verbrenner-Neuwagen, 25 vollelektrische Autos und 15 Plugin-Hybride. Demnach stieg der Marktanteil von Elektroautos im Juni auf 28,6 Prozent - die Rabatte für E-Autos sanken von 17,8 Prozent im Juni leicht auf 17,6 Prozent im Juli.
Die Rabatte für Verbrenner-Modelle dagegen stiegen von 18,4 auf 19,4 Prozent. Höhere Rabatte auf Verbrenner gewährten demnach etwa die Hersteller Audi, Opel und BMW. Sie lagen bei bis zu 31,5 Prozent. "Das sind schon sehr hohe Nachlässe", erklärte Dudenhöffer.
Der Transaktionspreis - also der Listenpreis minus Rabatt - für die 25 meistgekauften Verbrenner-Modelle lag laut CAR im Schnitt bei 32.302 Euro im Juli. Bei den Elektroautos lag der Durchschnittspreis demnach bei 34.665 Euro, bei Plugin-Hybriden mit ihrem doppelten Antrieb bei 46.252 Euro. "Wir gehen davon aus, dass ab 2027 durch die vermehrten Angebote von chinesischen Autobauern die Preisposition der Plugin-Hybride verbessern werden", erklärte Dudenhöffer.
CSU-Chef Söder sagte am Sonntag im ARD-Sommerinterview, die Koalition wolle im Herbst eine Überarbeitung der E-Auto-Prämie angehen. Zu einem neuen Tankrabatt äußerte er sich abwartend: "Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen." Söder kritisierte außerdem die Zwölf-Uhr-Regel: Sie funktioniere seinem Gefühl nach nicht und habe auch keine große Wirkung.
T.Morelli--CPN