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Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu
Nach einem Angriff auf einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer ist der Ölpreis massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steuerte am Donnerstag auf die symbolische Marke von 100 Dollar zu. Die Sorge vor einer Ausweitung des Iran-Konflikts sorgte für große Unsicherheit an den Märkten.
Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen sprach von zwei saudiarabischen Tankern, die sie im Roten Meer angegriffen hätten. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Damit entwickelt sich im Zuge des Iran-Krieges offenbar eine weitere Front.
"Schon seit mehreren Wochen haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus lahmgelegt", erklärte die DZ-Bank-Analystin Linda Yu. Nun weite sich die Krise auf das Rote Meer aus.
Für Riad ist das verheerend: "Bislang konnte Saudi-Arabien einen Großteil seiner Exporte über Pipelines zum Roten Meer umleiten", erklärte Yu. "Sollte neben Hormus nun auch die Meerenge Bab al-Mandab dauerhaft blockiert werden, müssten Tanker den Umweg Südafrika nehmen." Für diesen Fall halte sie einen Brent-Preis von über 120 Dollar pro Barrel für realistisch.
U.Ndiaye--CPN