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"Manager Magazin": Thyssenkrupp zieht Börsengang von Stahlsparte in Betracht
Der Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt einem Medienbericht zufolge einen Börsengang seiner Stahlsparte. Die Tochter Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) könnte wie zuvor etwa die Marinesparte TKMS oder bald die Handelstochter TK Accelis verselbständigt werden, berichtete das "Manager Magazin" am Mittwoch unter Berufung nicht näher genannten Quellen. Die Überlegungen seien noch in einem frühen Stadium, offizielle Beschlüsse gebe es noch nicht.
Bei einem solchen Spin-off würde den Thyssenkrupp-Aktionären je nach Wertermittlung zusätzlich eine bestimmte Anzahl Stahlaktien ins Depot gelegt, berichtete das Wirtschaftsmagazin weiter. Demnach wäre der Chef des Industriekonzerns Miguel López auch bereit, die Mehrheit der Aktien abzugeben - anders als bei TKMS und TK Accelis.
Thyssenkrupp wollte sich laut Bericht nicht explizit zu einem möglichen Börsengang äußern. "Die Verselbstständigung von thyssenkrupp Steel Europe bleibt mittelfristig unser erklärtes Ziel mit einer möglichen Minderheitsbeteiligung der thyssenkrupp AG", zitierte das "Manager Magazin" einen Unternehmenssprecher.
Thyssenkrupp will das kriselnde Stahlgeschäft schon länger verkaufen. Gespräche dazu mit dem indischen Stahlkonzern Jindal scheiterten jedoch im Mai vorerst. Die Stahlsparte kämpft seit Jahren mit sinkenden Absätzen wegen billiger Konkurrenz. Zugleich ist die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie sehr teuer. Im Mai verwies Thyssenkrupp aber auf "ein deutlich verändertes und grundlegend vorteilhafteres regulatorisches Umfeld für die Stahlindustrie in Europa".
Für den 7. August ist eine außerordentliche Hauptversammlung des Unternehmens geplant. Dabei soll es um die geplante Abspaltung von TK Accelis "und die Übertragung eines Minderheitsanteils an die Aktionärinnen und Aktionäre" Thyssenkrupps gehen, wie der Konzern mitteilte.
St.Ch.Baker--CPN