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SPERRFRIST Donnerstag 10.00 Uhr: Welthungerhilfe kritisiert Kürzungen bei humanitärer Hilfe
Die Deutsche Welthungerhilfe warnt vor weiteren Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. Während Kriege, die Klimakrise und wirtschaftliche Unsicherheiten mehr Hunger verursachten, gingen die Mittel für humanitäre Hilfe weltweit zurück, erklärte die Organisation anlässlich der Vorstellung ihres Jahresberichts 2025 am Donnerstag. Weltweit leiden demnach 673 Millionen Menschen unter Hunger.
"Die Rahmenbedingungen werden weltweit immer schwieriger und die Bundesregierung setzt mit den weiteren Kürzungen das falsche Signal", kritisierte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme. Die Welt brauche mehr Solidarität. "Internationale Zusammenarbeit ist eine Investition in Frieden, Stabilität und gemeinsame Sicherheit", erklärte Thieme.
Nachhaltige Veränderungen seien möglich, wenn Menschen vor Ort gestärkt würden, hieß es in der Erklärung der Deutschen Welthungerhilfe weiter. "Unsere Aufgabe ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen", erklärte der Generalsekretär der Organisation, Mathias Mogge. "Genau dort entstehen Lösungen, mit denen Hunger dauerhaft überwunden werden kann."
So seien etwa landwirtschaftliche Apps und digitale Marktplätze für kleinbäuerliche Produkte entwickelt worden. Die Welthungerhilfe arbeitet nach eigenen Angaben mit 327 Partnerorganisationen zusammen.
2025 wurden für die Projektarbeit demnach mehr als 348 Millionen Euro eingesetzt. Aus Spenden erhielt die Welthungerhilfe 101,5 Millionen Euro, von öffentlichen Gebern kamen 293 Millionen Euro zusammen. Größte Einzelgeber waren das Welternährungsprogramm mit 75 Millionen Euro, das Auswärtige Amt mit 75 Millionen Euro und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit 60,6 Millionen Euro. Sie höchsten Förderungen erhielten Projekte im Südsudan, im Sudan und in der Ukraine.
T.Morelli--CPN