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Bericht: Höhere Reichensteuer würde Wirtschaft jährlich zwei Milliarden Euro kosten
Die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Reichensteuer würde die Wirtschaft einem Bericht zufolge mit zusätzlich zwei Milliarden Euro jährlich belasten. Diese Zahl ergebe sich aus einer ersten Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, berichtete die "Zeit". "Kein Unternehmen wird deswegen in die Insolvenz schlittern, aber diese finanzielle Mehrbelastung sorgt sicherlich nicht für zusätzliches Wachstum", sagte IW-Steuerexperte Tobias Hentze.
Auch die Auswirkungen für besonders gut verdienende Beschäftigte berechnete das IW laut "Zeit"-Bericht: Wer ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 300.000 Euro habe, müsse künftig 1029 Euro mehr Steuern zahlen. Wer eine halbe Million brutto verdiene, zahle rund 10.500 Euro mehr. Bei einer Million Euro fallen demnach rund 15.800 Euro zusätzlich an.
Mit der geplanten Ausweitung der Reichensteuer will die Bundesregierung geplante Steuerentlastungen gegenfinanzieren. Der dafür schon jetzt angelegte Steuersatz von 45 Prozent soll künftig bereits ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro gelten. Bisher sind es knapp 280.000 Euro. Ab 280.000 Euro soll dann ein erhöhter Reichensteuersatz von 47 Prozent gelten.
Die Ausweitung der Reichensteuer dürfte ungefähr drei Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen bringen. Den Großteil davon tragen laut den IW-Berechnungen Unternehmen.
M.P.Jacobs--CPN