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Volkswagen plant radikalen Konzernumbau - massiver Stellenabbau und Werkschließungen
Der Autokonzern Volkswagen plant einen radikalen Konzernumbau, der laut einem Medienbericht mit einem massiven Stellenabbau und Werkschließungen in Deutschland einhergehen soll. Das "Manager Magazin" berichtete am Freitag unter Verweis auf Insider von global bis zu 100.000 geplanten Stellenstreichungen, zudem sollen vier Werke dicht gemacht werden. Der Konzern bestätigte die Zahlen nicht, sprach jedoch von "tiefgreifenden" Veränderungen, die bevorstünden.
"Dafür hat der Konzernvorstand in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet", erklärte ein VW-Sprecher. Das aktuelle Geschäftsmodell, Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu produzieren und weltweit zu exportieren funktioniere nicht mehr für alle Marken. Er verwies auf Zölle, härteren Wettbewerb und allgemein schlechte Marktentwicklungen.
Das "Manager Magazin" berichtete, dass VW-Chef Oliver Blume dem Konzernvorstand einen Sanierungsplan vorgelegt habe, das den weltweiten Stellenabbau vorsieht. Laut Geschäftsbericht 2025 arbeiteten zuletzt knapp 663.000 Menschen bei Volkswagen. In Deutschland wären dem Bericht zufolge Werke in Hannover, Zwickau, Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm von Schließungen betroffen. Zudem plane Blume, die Kernmarke Volkswagen in ein neues Unternehmen auszugliedern.
VW hatte 2025 einen Einbruch des Nettogewinns um fast die Hälfte verzeichnet und deshalb in diesem Frühjahr bereits Stellenstreichungen bis 2030 im Umfang von 50.000 angekündigt. Ende 2024 hatte der Konzern mit den Gewerkschaften einen Stellenabbau in Deutschland um 35.000 bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.
"Die Welt hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Entwicklung weiter verschärft", erklärte der Konzernsprecher. "Um unter diesen Rahmenbedingungen weiter erfolgreich zu bleiben, müssen wir uns weiterentwickeln. Der gesamte Konzern muss seine Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern."
Die Arbeitnehmervertreter des Autoherstellers kündigten angesichts des Medienberichts unmittelbar Widerstand an. "Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen", erklärten die IG-Metall-Chefin Christiane Benner, die VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo, und der Tarifverhandlungsführer der IG Metall bei VW, Thorsten Gröger, gemeinsam. "Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern."
X.Wong--CPN