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NRW-Verkehrsminister Krischer kritisiert Bahn wegen bundesweiter Störung
Der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer (Grüne), hat die Bahn für die massive Störung im Zugverkehr in der Nacht zum Mittwoch kritisiert. "Menschen verlassen sich auf die Bahn und wenn es ein Unwetter gibt, da haben wir alle Verständnis, dass es hier Einschränkungen gibt", sagte Krischer dem WDR. "Aber dass aufgrund einer technischen Störung zwei Stunden lang alle Züge in Deutschland stehen, das darf eigentlich nicht passieren."
Seines Wissens nach habe es etwas Vergleichbares noch nie gegeben, sagte Krischer weiter. "Das wird die Bahn sicherlich aufarbeiten müssen, was genau hier die Ursache war." Nach bisherigen Erkenntnissen gehe das Problem auf ein Software-Update zurück.
Eine Störung im digitalen Funknetz hatte in der Nacht den Bahnverkehr in ganz Deutschland vorübergehend zum Erliegen gebracht. Neben dem Fern- und Regionalverkehr waren auch private Bahnbetreiber sowie S-Bahnen in verschiedenen Städten betroffen. Am frühen Mittwochmorgen lief der Verkehr wieder an.
Auch der Fahrgastverband Pro Bahn forderte Konsequenzen wegen des Vorfalls. "Wir erwarten von der Bahn, dass sie auch beim Zugfunk für mehr Resilienz sorgt", sagte Pro-Bahn-Chef Detlef Neuß der "Rheinischen Post". Es könne nicht sein, dass womöglich ein Update eine derart massive Störung auslöse. Der Vorfall müsse auch Thema der an diesem Mittwoch beginnenden Aufsichtsratssitzung sein.
U.Ndiaye--CPN