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Pistorius: Deutsch-französisches Verhältnis durch FCAS-Aus nicht angespannt
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht durch das Aus des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS das Verhältnis der beiden Länder nicht beschädigt. "Es gibt überhaupt gar keinen Grund zu der Annahme, dass deswegen das deutsch-französische Verhältnis angespannt ist", sagte Pistorius am Dienstag in Berlin. Beide Länder seien davon überzeugt: "Mit dem Wissen von heute würden wir dieses Projekt heute nicht mehr so aufsetzen, wie es damals aufgesetzt worden ist."
"Das ist eine Lehre, die wir daraus ziehen müssen", betonte Pistorius. "Das war ein ambitioniertes, großes, europäisches Projekt, das an der Realität jetzt zerschellt ist. An dem Verhältnis zu Frankreich ändert das gar nichts." Der Minister verwies auf eine Vielzahl kleinerer und größerer gemeinsamer Projekte.
Zu einem alternativen Jet-Projekt wollte Pistorius nicht öffentlich "spekulieren". Er fügte hinzu: "Da werden wir sehen, welche Wege wir gehen." Er sei darüber "schon seit Monaten im Gespräch mit verschiedenen Akteuren".
Neun Jahre nach der Ankündigung des gemeinsamen Kampfjets hatten Deutschland und Frankreich am Montag nach langen Streitigkeiten das Ende des Vorhabens beschlossen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien "zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden", hieß es aus deutschen Regierungskreisen.
A.Zimmermann--CPN