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Ican-Studie: Weltweite Ausgaben für Atomwaffen 2025 auf Rekordwert gestiegen
Die weltweiten Ausgaben für Atomwaffen sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Die neun Atommächte hätten im vergangenen Jahr gemeinsam fast 119 Milliarden Dollar (103 Milliarden Euro) für ihre Atomarsenale ausgegeben, berichtete am Dienstag die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Dies sei ein Anstieg um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Wir stehen vor einem neuen nuklearen Wettrüsten", warnte die Ican.
Im vergangenen Jahr wurden zudem den Angaben zufolge mehr Sprengköpfe aus den Lagern auf Trägersysteme verlagert. Diese Entwicklung und der allgemeine Anstieg der Ausgaben paare sich mit der Befürchtung, dass Künstliche Intelligenz das Risiko eines Einsatzes von Atomwaffen erhöhen könnte, sagte Bericht-Mitautorin Susi Snyder der Nachrichtenagentur AFP. Dies sei äußerst alarmierend. "Um ganz ehrlich zu sein: Ich habe schreckliche Angst."
Bereits am Montag hatte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri vor einer wachsenden Bedeutung von Atomwaffen in der internationalen Sicherheitspolitik gewarnt. Staaten setzten Atomwaffen zunehmend als Instrumente nationaler Machtpolitik ein und machten damit jahrzehntelange Bemühungen um eine Verringerung der Zahl und der Rolle von Atomwaffen rückgängig, erklärte Sipri.
Als Atommächte gelten die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, Israel, Pakistan und Nordkorea.
X.Cheung--CPN