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Millionenkosten durch Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen
Drohnensichtungen in der Nähe von Flughäfen haben in Deutschland im vergangenen Jahr zu massiven Kosten geführt. Der Flugverkehrsbranche entstand durch betriebliche Störungen infolge von Drohnensichtungen ein Schaden von schätzungsweise 60 Millionen Euro, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag. Demnach kam es zu 116 Störfällen an insgesamt 25 Flughäfen.
"Die Auswirkungen unautorisierter Drohnenflüge reichen von Verzögerungen und Warteschleifen über Umleitungen bis hin zu partiellen oder vollständigen Betriebseinstellungen", erklärte das DLR. "Sie greifen direkt in eng getaktete Umlaufpläne ein und verursachen wirtschaftliche Folgen sowohl bei Airlines als auch bei Flughäfen."
Den Airlines entstehen etwa Kosten wegen zusätzlichen Treibstoffverbrauchs und Entschädigungszahlungen an Fluggäste. Den Flughafenbetreibern entgehen durch weniger Starts Entgelte. Auch Händler und Gastronomen leiden unter den Folgen.
2025 kam es unter anderem im Oktober zu mehrtägigen Einschränkungen wegen Drohnensichtungen am Flughafen München. Zudem listet das DLR einen "umfassenden Vorfall" im Juli am Flughafen Frankfurt am Main. "Beide Ereignisse zählen zu den bislang größten Störfällen durch unautorisierte Drohnen im deutschen Luftverkehr und verdeutlichen, dass bereits einzelne Vorfälle umfangreiche betriebliche und wirtschaftliche Folgen im gesamten Luftverkehrssystem auslösen können", erklärten die Experten.
Y.Ibrahim--CPN