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DGB stemmt sich gegen Abschaffung des Acht-Stunden-Tages
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) stemmt sich gegen die von der Bundesregierung geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes. "Die Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes hat keinerlei positive Wirkung auf Wachstum", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag. Dies hätte nur zur Folge, dass künftig Schichten von bis zu 13 Stunden erlaubt wären. "Das motiviert auch langfristig niemanden, eine Arbeit aufzunehmen, seine Wochenarbeitszeit auszuweiten oder länger im Job zu bleiben".
Aktuell gilt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden, die auf zehn Stunden verlängert werden kann. Die Bundesregierung plant stattdessen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Zur konkreten Ausgestaltung werden wir einen Dialog mit den Sozialpartnern durchführen." Dazu gehören die Gewerkschaften.
"Da gibt es aus unserer Sicht nichts zu bereden", sagte Fahimi dem RND. Die Reform sei ein "rein ideologisch getriebener Irrläufer". Die einzigen Arbeitgeber, "die Interesse daran haben können, das Arbeitszeitgesetz zu ändern, sind diejenigen, die heute schon illegale überlange Arbeitszeiten praktizieren und sich so in die Legalität bringen wollen", kritisierte die DGB-Chefin. Schon jetzt gebe es "tausendfach flexible Regelungen in den Betrieben. Arbeitgeber, die mehr Flexibilität wollen, sollen mit uns Tarifverträge machen und in ihrer Firma Betriebsräte zulassen".
D.Avraham--CPN