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Trockenheit, hohe Düngerpreise, Mäuse: Australien rechnet mit geringer Weizenernte
Australiens Regierung rechnet mit einer geringen Weizenernte in diesem Jahr. Die Ernte werde voraussichtlich um 26 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr, heißt es in einem Dienstag veröffentlichten Bericht des Landwirtschaftsministeriums. Grund seien die Trockenheit und die stark gestiegenen Preise für Treibstoff und Dünger infolge des Iran-Kriegs. Australien exportiert den größten Teil seines Weizens nach Asien und Nahost.
Weizen wird im späten Frühjahr oder Sommer geerntet - in Australien also in den Monaten Oktober bis Januar. Gerechnet werde mit 26,7 Millionen Tonnen, erklärte das Landwirtschaftsministerium; das wären 23 Prozent weniger als der Fünf-Jahres-Durchschnitt und acht Prozent weniger als im Zehn-Jahres-Durchschnitt.
Die Fläche mit Weizen werde in diesem Jahr um zwölf Prozent geringer ausfallen, denn vor allem im Norden des Landes sei es sehr trocken, zudem lasse sich mit anderen Ernten mehr Geld verdienen. Dazu kämen die stark gestiegenen Preise für Treibstoff und Dünger. Davon seien alle Herbst- und Winteraussaaten betroffen.
In Teilen der Bundesstaaten Western Australia und South Australia macht den Landwirten zudem eine Mäuseplage zu schaffen. Die australische Chemikalienbehörde habe unter Auflagen eine Notfallgenehmigung für doppelt so starke Mäuseköder erteilt, erklärte das Ministerium. Die Landwirte setzten diese Köder aktiv ein, um den Bestand zu kontrollieren.
P.Schmidt--CPN