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Bericht: Produzierte Windstrom-Menge stagniert trotz massiven Windrad-Ausbaus
Die Menge des aus Wind produzierten Stroms in Deutschland hat sich einem Bericht zufolge trotz eines massiven Ausbaus von Windrädern kaum erhöht. Von 2020 bis 2025 sei zwar die Leistung um insgesamt 14 Gigawatt erhöht worden, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Die Windstrom-Erzeugung habe aber mit 106 Terawattstunden im vergangenen Jahr nur unwesentlich über jener von fünf Jahren zuvor gelegen.
"Ab 2020 gibt es keinen statistisch signifikanten Zusammenhang mehr zwischen Windstromerzeugung und installierter Windkraftkapazität", sagte der Leiter des RWI-Bereichs "Umwelt und Ressourcen", Manuel Frondel. Als möglichen Grund nannte er in der "Welt am Sonntag" die Einspeisung von Solarstrom ins Netz. Dies könnte zu einer Konkurrenz von Sonnen- und Windstrom geführt haben.
"Ab 2022 hat es einen neuen Solarboom gegeben, das dürfte zur Kannibalisierung beigetragen haben", sagte Frondel. An fast allen sonnigen Tagen werde inzwischen "viel zu viel Solarstrom produziert". Zugleich schränkte der Experte allerdings ein, dass eine Zeitreihe über fünf Jahre hinweg noch keine ausreichende Datengrundlage für eine abschließende Analyse liefere.
Ch.Lefebvre--CPN