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BSW beklagt Rentenunterschiede in Ost und West: Von Renteneinheit weit entfernt
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die nach wie vor deutlichen Rentenunterschiede zwischen Ost und West beklagt und vor diesem Hintergrund vor einer Absenkung des Rentenniveaus gewarnt. Laut vom BSW beim Statistischen Bundesamt abgefragten Daten hatten Rentnerinnen und Rentner im Osten zuletzt mehr als 300 Euro im Monat weniger zur Verfügung als Senioren im Westen. Die Zahlen lagen AFP am Sonntag vor.
Demnach lag das den Senioren ab 65 Jahren zur Verfügung stehende sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen im vergangenen Jahr in Ostdeutschland bei 25.873 Euro und in Westdeutschland bei 29.577 Euro. Dieser Wert berücksichtigt das Gesamteinkommen eines Haushalts und die dort lebenden Menschen und deren Alter. Er macht somit das tatsächliche Einkommen von Menschen in unterschiedlichen Haushalten vergleichbar.
Die Lücke von zuletzt 3704 Euro im Jahr entspricht monatlich 309 Euro. Damit stiegen die Unterschiede den Daten zufolge wieder - 2024 lag die Lücke bei 281 Euro.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sagte AFP dazu, von einer Renteneinheit sei Deutschland auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung noch "meilenweit entfernt". Wenn nun im Zuge der Rentenreform noch eine Absenkung des Rentenniveaus komme, "dann wäre das vor allem auch ein Schlag gegen Ostrentner, weil sie in der Regel nur die gesetzliche Rente haben". Für den Fall solcher Pläne werde das BSW zu Rentenprotesten aufrufen.
M.Davis--CPN