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Frauen mit Migrationshintergrund gründen deutlich häufiger eigene Unternehmen
In Deutschland gründen noch immer deutlich mehr Männer Unternehmen als Frauen - unter den Frauen sind es aber insbesondere jene mit Migrationshintergrund, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, wie das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) am Donnerstag erklärte. Insgesamt gründeten im vergangenen Jahr sowohl Frauen als auch Männer wieder mehr Unternehmen, als im ersten Jahr der Pandemie.
So hatten laut dem vom RKW erstellten Global Entrepreneurship Monitor (GEM) im vergangenen Jahr 5,3 Prozent der Frauen und 8,4 Prozent der Männer von 18 bis 64 Jahren in Deutschland in den vorherigen dreieinhalb Jahren ein Unternehmen gegründet oder bereiteten dies vor. 2020 hatte diese Quote bei Frauen bei 4,4 Prozent und bei Männern bei 5,1 Prozent gelegen. Insgesamt stieg die Gründungsquote deutlich um 2,1 Prozentpunkte auf insgesamt 6,9 Prozent an.
Frauen mit Migrationshintergrund wagen den Schritt in die Selbstständigkeit dabei deutlich häufiger: So gründeten Frauen, die nicht in Deutschland geboren wurden, mit knapp 14 Prozent deutlich häufiger als in Deutschland geborene Frauen. Auch Männer mit Migrationshintergrund gründeten ähnlich häufig ein eigenes Unternehmen.
Beim Aufbau der Unternehmen gab es laut GEM merkliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: So starteten knapp 68 Prozent der männlichen Gründer ihr Unternehmen gemeinsam mit anderen Beschäftigten oder Mitarbeitern. Bei den Gründerinnen war es nur etwa die Hälfte, die bei der Gründung bereits eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter hatte.
Das RKW erstellt den GEM jährlich für über 50 Länder. Im Jahr 2021 wurden dafür insgesamt rund 148.000 Menschen befragt. In Deutschland beteiligten sich knapp 3800 Menschen an der Erhebung.
P.Petrenko--CPN