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IEA: Wegen Hormus-Blockade werden Ölreserven im Rekordtempo angezapft
Wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus greifen die Staaten "im Rekordtempo" auf Ölvorräte und strategische Reserven zurück. Die weltweiten Lagerbestände seien im April um 117 Millionen Barrel zurückgegangen, teilte die Internationale Energieagentur am Mittwoch in Paris mit. Im März waren demnach bereits 129 Millionen Barrel abgebaut worden. "Schnell schrumpfende Reserven und anhaltende Störungen könnten zu künftigen Preissteigerungen führen", warnte die Agentur in ihrem Monatsbericht.
Der Iran hat die strategische Meerenge de facto für Öl- und Gasexporte aus der Golfregion geschlossen. Um die Märkte zu beruhigen, hatten die 32 Mitgliedsländer der IEA im März die koordinierte Freigabe von 426 Millionen Barrel angekündigt - das entspricht mehr als einem Drittel ihrer strategischen Vorräte. Davon wurden inzwischen bereits rund 164 Millionen Barrel genutzt. "Das Tempo der Freigabe hat sich im April beschleunigt", erklärte die IEA.
Die weltweite Ölnachfrage dürfte nach IEA-Schätzungen 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 420.000 Barrel pro Tag schrumpfen und 104 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Dies sind 1,3 Millionen Barrel pro Tag weniger als die Prognosen vor dem Beginn des Kriegs in der Golfregion. Grund sind vor allem die hohen Preise.
Die Agentur hatte bereits im März erklärt, dass die Versorgung des Weltmarkts mit Ölprodukten wegen der Blockade der Straße von Hormus so stark gestört sei wie nie zuvor. Durch die Meerenge verläuft normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte.
X.Wong--CPN