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Managerin: Autohersteller BYD aus China spricht über Kauf von Werken in Europa
Der chinesische Elektroautohersteller BYD spricht nach Angaben seiner Managerin Stella Li mit europäischen Konkurrenten über den Kauf bestehender Werke in Europa. "Wir halten Ausschau nach verfügbaren Werken in Europa, da wir diese freien Kapazitäten nutzen möchten", sagte sie der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Rande einer Branchenkonferenz in London. BYD führe nicht nur Gespräche mit der Opel-Mutter Stellantis, sondern auch mit anderen Unternehmen.
BYD suche auch nach Gelegenheiten zum Kauf bekannter europäischer Automarken, die in der Krise stecken, fügte die für das internationale Geschäft zuständige Managerin hinzu. Die Stellantis-Marke Maserati etwa sei "sehr interessant".
BYD ist seit dem vergangenen Jahr der weltgrößte Hersteller von Elektroautos. Der Gewinn ist zuletzt wegen einer nachlassenden Nachfrage auf dem heimischen Markt zurückgegangen - BYD sucht verstärkt nach neuen Absatzmärkten.
Stellantis hatte vergangene Woche mitgeteilt, das Unternehmen erwäge den Verkauf eines nicht ausgelasteten Werks in Spanien an seinen chinesischen Partner Leapmotor. Stellantis war 2021 aus der Fusion von Peugeot und Citroën mit Fiat Chrysler entstanden; Marken des Konzerns sind auch Alfa Romeo, Maserati oder Lancia.
In Deutschland haben sich zwei SPD-Landespolitiker dafür ausgesprochen, zur Auslastung von VW-Werken dort auch chinesische Autos fertigen zu lassen, um Arbeitsplätze zu erhalten - der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter.
D.Philippon--CPN