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Zoll meldet massiven Anstieg von E-Commerce-Sendungen
Die Zahl von E-Commerce-Sendungen aus dem Ausland nach Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter massiv angestiegen. "Allein im Bereich der Einfuhr von Post- und Kuriersendungen behandelte der Zoll im Vergleich zum Jahr 2024 rund 192 Millionen Warenpositionen mehr", erklärte der Zoll am Dienstag. "Der Anteil von E-Commerce am internationalen Handel wächst seit Jahren rasant."
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer sprach von einer "massiven Fehlentwicklungen". "Milliarden von Warensendungen aus Drittstaaten erreichen jedes Jahr den europäischen und damit auch in großer Zahl den deutschen Markt", erklärte DIHK-Bereichsleiter Dirk Binding. "Dem stehen zu wenig Kapazitäten für Kontrollen entgegen. Faire Wettbewerbsbedingungen durchzusetzen, wird damit fast unmöglich."
Vor allem asiatische Billighändler wie Shein, Temu und Aliexpress stehen deshalb in der Kritik. "Es ist in der Tat ein Problem (...), dass die chinesische Ramschware unsere Märkte mittlerweile überflutet", sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) dazu. Das sei aus Verbraucherschutz- und Umweltaspekten nicht zu verantworten.
Klingbeil verwies auf Maßnahmen, auf die sich im März auf EU-Ebene die Unterhändler der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments geeinigt hatten. Zum einen fällt demnach ab Juli die Zollbefreiung für kleine Warensendungen mit einem Wert von weniger als 150 Euro weg. Im Herbst soll zudem eine zusätzliche Gebühr in Höhe von drei Euro für diese Sendungen fällig werden.
A.Mykhailo--CPN