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Russische Zentralbank senkt Leitzins wegen schwächelnder Wirtschaft weiter
Die russische Zentralbank hat wegen der anhaltenden Schwäche der Wirtschaft des Landes den Leitzins ein weiteres Mal um 0,5 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent gesenkt. In einer Erklärung verwies die Notenbank am Freitag auf eine allgemeine Abschwächung des Wachstums und warnte vor "erheblicher Unsicherheit hinsichtlich des außenwirtschaftlichen Umfelds". Auch die Haushaltspläne der Regierung tragen demnach zu dieser Unsicherheit bei.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte sich Mitte April besorgt gezeigt wegen der schwächelnden Wirtschaft. Das russische Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Januar und Februar um 1,8 Prozent zurückgegangen. Er forderte "Vorschläge für weitere Maßnahmen", um das Wachstum wieder anzukurbeln.
Die Zentralbank hatte den Leitzins zwei Jahre lang bei fast 20 Prozent gehalten. In dieser Zeit hatte die russische Wirtschaft massiv von den hohen staatlichen Militärausgaben profitiert. Zugleich stieg die Inflation deutlich. 2024 lag die Teuerungsrate weiterhin bei 9,5 Prozent, 2025 waren es noch 5,6 Prozent. Das Wirtschaftswachstum war im vergangenen Jahr bereits auf magere ein Prozent zurückgegangen - nach 4,3 Prozent 2024.
Der Iran-Krieg hat Moskau eine gewisse finanzielle Atempause verschafft. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) hat Russland seine Einnahmen aus Ölexporten im März fast verdoppelt. Doch strukturelle Probleme wie Arbeitskräftemangel, Währungsschwankungen, hartnäckige Inflation und ein trübes Investitionsklima bremsen das Wachstum weiterhin.
D.Philippon--CPN