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Ryanair reduziert Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan um die Hälfte
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair reduziert ihre Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan ab Ende Oktober um die Hälfte. Ryanair begründete dies am Freitag mit den hohen Gebühren am Flughafen Berlin, die ab 2027 erneut um zehn Prozent angehoben würden. Die Abgabenlast sei seit der Corona-Pandemie bereits um die Hälfte gestiegen. Ryanair kritisierte die Luftverkehrspolitik der Bundesregierung insgesamt scharf - sie gehe zu Lasten der Verbraucher.
Konkret wird Ryanair seinen Standort Berlin schließen, wie das Unternehmen ankündigte. Die sieben am Hauptstadtflughafen BER stationierten Maschinen würden umverteilt auf Flughäfen in europäischen Ländern, "die Luftverkehrsteuern gestrichen haben" - wie Schweden, die Slowakei, Albanien und Italien.
Das in Berlin stationierte Personal sei informiert worden, erklärte Ryanair. Die Beschäftigten könnten anderswo "im Ryanair-Netzwerk in Europa" ihren Job behalten.
Der für Deutschland zuständige Ryanair-Manager Eddie Wilson erklärte, das Unternehmen bedaure die Entscheidung, habe aber keine andere Wahl. Er nannte die Besteuerung des Luftverkehrs in Deutschland "dumm". Die Bundesregierung sei nicht bereit, Steuern oder Flughafengebühren zu verringern. Seit 2019 sei Ryanair deshalb "gezwungen", Standorte in Deutschland aufzugeben - Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart. Die Verbindungen nach Dresden, Leipzig und Dortmund seien deshalb gestrichen worden.
A.Samuel--CPN