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Ryanair soll in Ungarn wegen Weitergabe von Sondersteuer Strafe zahlen
Der irische Billigflieger Ryanair soll in Ungarn eine Strafe von 300 Millionen Forint (764.000 Euro) zahlen, weil das Unternehmen eine zum 1. Juli eingeführte Sondersteuer an seine Passagiere weiterreicht. Justizministerin Judit Varga schrieb am Montag auf Facebook, Ryanair habe seine Kundinnen und Kunden "mit unfairen Geschäftspraktiken in die Irre geführt". Die Fluggesellschaft kündigte umgehend Berufung an.
Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte zum 1. Juli eine Extra-Steuer auf Gewinne bestimmter Unternehmen eingeführt. Sie will mit den Einnahmen die stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise senken. Bei Ryanair machte die Steuer zehn bis 25 Euro extra pro Ticket aus - der Billigflieger reicht diese Kosten weiter, auch für Flüge, die vor dem 1. Juli gebucht worden waren.
Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte die Steuer bei der Ankündigung der Regierung "idiotisch" genannt, das sei "Straßenraub". Er sagte einen "spektakulären Rückgang des Flugverkehrs in Ungarn" voraus. Am Montag betonte Ryanair, nach europäischer Gesetzgebung dürfe die Airline ihre Ticketpreise ohne Einmischung festlegen. Ryanair behalte sich vor, vor europäischen Gerichten zu klagen.
D.Avraham--CPN