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Deutsche Industrie wirbt für Ausbau von Partnerschaft mit Brasilien
Die deutsche Industrie hat auf die Vertiefung der Beziehungen zu Brasilien gepocht. "Der Ausbau der Partnerschaft mit Brasilien ist ein zentraler Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der deutschen Wirtschaft", erklärte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, am Montag anlässlich der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage, die am Rande der Hannover Messe stattfinden.
Leibinger lobte das EU-Mercosur-Abkommen als "überfälliges Signal strategischer Handlungsfähigkeit gegenüber globalen Wettbewerbern wie China und den USA". Zudem plädierte er für ein Doppelbesteuerungsabkommen als "wirksamen Hebel für mehr Investitionen". Derzeit würden "deutsche Unternehmen mit Geschäft in Brasilien mit Doppelbesteuerung in Millionenhöhe belastet".
Brasilien ist das Gastland der Hannover Messe, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva besuchte. Merz wird den Präsidenten und eine Reihe von Mitgliedern seines Kabinetts im Laufe des Tages auch zu deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen im Schloss Herrenhausen empfangen.
Bei der Eröffnung der Hannover Messe am Sonntag hatte Merz bereits die Bedeutung des Mercosur-Freihandelsabkommens hervorgehoben, das am 1. Mai vorläufig in Kraft tritt. "Das EU-Mercosur-Abkommen wird alle beteiligten Volkswirtschaften stärker machen, unabhängiger und widerstandsfähiger", sagte der Kanzler.
A.Agostinelli--CPN