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Preise an den Zapfsäulen wieder gestiegen - aber nur geringfügig
Die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland sind zuletzt wieder gestiegen. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2,300 Euro und damit 0,7 Cent mehr als am Vortag, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Super E10 verteuerte sich demnach ebenfalls um 0,7 Cent, der Preis lag damit am Montag bei 2,107 Euro.
Seit dem 1. April, der Einführung des sogenannten Österreich-Modells, waren die Preise für Benzin und Diesel an sechs Tagen in Folge gestiegen. Nach Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg am 7. April sanken die Preise. Doch nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, kletterte der Ölpreis wieder deutlich. Am Montag lag er wieder oberhalb der Marke von 100 Dollar pro Barrel (159 Liter).
"Entsprechend ist es nicht überraschend, dass auch die Tagesdurchschnittspreise für Sprit wieder anziehen", erklärte der ADAC. Selbst wenn es zu einer erneuten Entspannung kommen sollte, sei erneut mit dem sogenannten Rakete-und-Feder-Effekt zu rechnen: einem schnellen, starken Preisanstieg, auf den ein langsamer Rückgang folgt.
Beim Österreich-Modell dürfen die Spritpreise nur einmal am Tag angehoben, jedoch beliebig oft gesenkt werden. Die einmalige Preisanhebung erfolgt um 12.00 Uhr mittags.
Engpässe bei der Versorgung mit Benzin und Diesel gibt es laut ADAC derzeit nicht. Entspannung könnte nach Ansicht von ADAC-Experten eintreten, wenn die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Partner (OPEC+) ab April ihre Fördermengen erhöhen. Zusätzlich verfüge Deutschland über strategische Ölreserven, die eine Versorgung für rund 90 Tage selbst ohne jegliche Importe sicherstellen. "Da die Importe bislang weiterlaufen und die Reserven noch gut gefüllt sind, ist die Versorgung in Deutschland für mehrere Monate gesichert."
H.Cho--CPN