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Trump warnt Teheran vor Erheben von Mautgebühren in Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat Teheran vor dem Erheben von Mautgebühren in der Straße von Hormus gewarnt. "Es gibt Berichte, dass der Iran Tanker, die durch die Straße von Hormus fahren, zur Kasse bittet", erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Das sollten sie besser nicht tun, und falls doch, sollten sie sofort damit aufhören."
In einem späteren Beitrag auf Truth Social fügte Trump hinzu, dass "sehr schnell Öl zu fließen beginnen wird, mit oder ohne die Hilfe des Iran".
Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Mittwoch (MESZ)nach mehr als fünf Wochen Krieg auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die Führung in Teheran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus wieder zu öffnen - betonte jedoch, die Meerenge weiter kontrollieren und möglicherweise Maut für die Passage kassieren zu wollen.
Seit dem Verkünden der Feuerpause waren nur wenige Schiffe durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gefahren, darunter zwei Tanker unter iranischer Flagge, wie das Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler mitteilte. Ein Dutzend weiterer Schiffe nahm am Donnerstag offenbar Kurs auf die Straße von Hormus.
Laut Daten der Plattform Marine Traffic passierte später ein erster nicht-iranischer Tanker die Meerenge. Demnach handelte es sich um den unter gabunischer Flagge fahrenden Öltanker "MSG". Das Schiff war den Angaben zufolge mit rund 7000 Tonnen Heizöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Richtung Indien unterwegs.
In Friedenszeiten werden in der Meerenge nach Angaben des Brancheninformationsdienstes Lloyd's List etwa 120 Durchfahrten pro Tag gezählt. Damit wird normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte durch die Straße von Hormus abgewickelt.
O.Ignatyev--CPN