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Studie: Deutsche Rüstungsbranche kann Nachfrage der Bundeswehr nicht bedienen
Die deutschen Rüstungsunternehmen können nach Einschätzung eines Beratungsunternehmens die Nachfrage durch die Bundeswehr auf absehbare Zeit nicht bedienen. Die deutschen Streitkräfte seien daher noch lange von Waffenimporten abhängig, berichtete der "Spiegel" am Donnerstag unter Berufung auf eine Modellrechnung der internationalen Strategieberatung Strategy&. Demnach könnte bis 2035 eine Lücke von bis zu 117 Milliarden Euro zwischen der Beschaffungsnachfrage und dem Wert der von deutschen Unternehmen produzierten Rüstungsgüter klaffen.
Die Unternehmensberatung geht in ihren Berechnungen laut "Spiegel" davon aus, dass Deutschland die Verteidigungsausgaben wie geplant bis 2035 auf 3,5 bis fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht. Dabei wird berücksichtigt, dass ein Teil des Budgets in Personal und Wartung fließt. Gleichzeitig kalkulierten die Berater damit, dass deutsche Rüstungsfirmen jährlich um bis zu 17 Prozent wachsen und weiter einen Teil ihrer Produktion exportieren.
Im besten Szenario für die Industrie und bei der geringsten Nachfrage würde demnach eine Lücke von 22 Milliarden Euro klaffen. Schlimmstenfalls könnte sie mehr als fünfmal so groß sein. Um sie zu schließen, müsste die Industrie der Studie zufolge mit jährlichen Raten von bis zu 28 Prozent wachsen.
Ch.Lefebvre--CPN