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Allianz-Handelsexperten: Deutsche Exporteure vergleichsweise optimistisch
Außenhandelsexperten bescheinigen der Exportwirtschaft und besonders den deutschen Unternehmen vor dem Hintergrund anhaltender weltweiter Krisen eine gute Resilienz. "Die weltweiten und insbesondere die deutschen Exporteure bleiben trotz einem Jahr Handelskrieg, einer veränderten Risikolandschaft und Nahostkonflikt relativ widerstandsfähig", erklärte der Kreditversicherer Allianz Trade am Mittwoch. Die Experten verweisen auf Befragungen von rund 6000 Unternehmen weltweit.
Die Befragung habe ergeben, dass "75 Prozent der Exporteure für 2026 weiterhin ein positives Exportwachstum erwarten", erklärte die Chefin des Kreditversicherers, Aylin Somersan Coqui. "Die Auswirkungen des Nahostkonflikts scheinen sich demnach in Grenzen zu halten, insbesondere im Vergleich zum Zollschock von 2025, als die Erwartungen um 40 Prozentpunkte zurückgingen." Der Optimismus sei allerdings "weiterhin fragil".
Die deutschen Exporteure fallen laut Allianz Trade als besonders optimistisch auf: 83 Prozent rechnen trotz der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten mit steigenden Exportumsätzen. Vietnamesische, spanische oder US-Unternehmen hätten in den vergangenen Wochen deutlich mehr an Zuversicht eingebüßt als deutsche.
"Geopolitische Unsicherheiten sind die neue Normalität - und deutsche Exportunternehmen zeigen sich nach einem erneuten Schock relativ widerstandsfähig", erklärte Björn Griesbach von Allianz Trade. "Dass sie flexibel auf neue Herausforderungen reagieren können, haben sie schon seit Beginn des Handelskriegs bewiesen: Acht von zehn Unternehmen haben seitdem ihre Handelsrouten und Lieferketten angepasst."
A.Levy--CPN