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Frankreich erwägt Spritrabatte für mobile Pflegekräfte und Landwirte
Angesichts der hohen Spritpreise hat Frankreich finanzielle Hilfe für mobile Pflegekräfte und besonders betroffene Landwirte in Aussicht gestellt. "Wir werden die Hilfen auf diejenigen beschränken, deren Branchen besonders betroffen sind", sagte die beigeordnete Energieministerin Maud Brégeon am Dienstag dem Sender BFM. Einen Preisdeckel wie von Gewerkschaftsseite gefordert, lehnte die Ministerin ab. "Dies würde erst recht zu Versorgungsengpässen führen", betonte sie. Eine "allgemeine Hilfe" könne sich Frankreich zudem nicht leisten, erklärte sie.
Am langen Osterwochenende fehlte nach Angaben der Ministerin an 18 Prozent der Tankstellen mindestens eine Treibstoffsorte. Dies sei jedoch kein Versorgungs-, sondern vor allem ein Transportproblem gewesen, sagte sie. Wegen des Feiertages seien die Tankstellen weniger beliefert worden.
Der Chef des französischen Verbands der Ölindustrie, Olivier Gantois, betonte, dass die Versorgung für mehrere Wochen gesichert sei. Der Anstieg der Preise seit Beginn des Iran-Kriegs habe bislang keine Auswirkungen auf den Konsum gehabt, fügte er hinzu. Im März kauften die Franzosen demnach sogar ein Prozent mehr Kraftstoff als im Vorjahreszeitraum. Derzeit liegt der Preis für Diesel im Nachbarland bei 2,31 Euro. E10-Benzin kostet knapp über zwei Euro pro Liter.
An mehreren Orten kam es bereits zu Protesten gegen die hohen Treibstoffpreise. In Nantes blockierten Bauunternehmen zeitweise die Stadtautobahn. Auf der Mittelmeerinsel Korsika blockierten am Dienstagmorgen Fischer die sechs wichtigsten Häfen der Insel, um gegen die hohen Kraftstoffpreise zu protestieren.
A.Levy--CPN