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ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert
Der ADAC hat nach knapp drei Tagen ein vorläufiges negatives Fazit zu der von der Bundesregierung eingeführten Preisregel für Tankstellen gezogen. "Aus Sicht des ADAC hat die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert", erklärte der Club am Freitag. "Stattessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert."
Die Tankstellen dürfen seit Mittwoch die Spritpreise wie in Österreich nur noch einmal am Tag anheben. Nach Angaben des ADAC führte dies am ersten Tag um 12.00 Uhr mittags zu Preissteigerungen von durchschnittlich fast acht Cent. Im Tagesmittel kostete Diesel am Mittwoch 2,327 Euro und erreichte somit ein neues Allzeithoch. Auch Benzin stieg auf den höchsten Stand in diesem Jahr.
Am Donnerstag und Freitag kam es mittags jeweils ebenfalls zu massiven Preissprüngen. Auch wenn die Preise über die 24 Stunden zuvor jeweils gesunken waren, führte dies insbesondere bei Diesel unter dem Strich zu einem deutlich höheren Preisniveau: Von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag sank der durchschnittliche Preis um knapp acht Cent, stieg dann jedoch um fast elf Cent. Von Donnerstag auf Freitag sank der Dieselpreis um knapp sieben Cent, stieg dann aber um fast zwölf.
"Weil auch Rohöl vom 1. auf den 2. April deutlich teurer wurde und der Preis von 100 auf 110 Dollar stieg, lässt sich der erneute Anstieg teilweise nachvollziehen", erklärte der ADAC. Dennoch scheine sich die Befürchtung zu bestätigten, "dass Mineralölkonzerne die einmal tägliche Erhöhungsmöglichkeit für einen Risikozuschlag nutzen". Das Bundeskartellamt und die Länderbehörden müssten nun eingreifen.
H.Cho--CPN