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DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie
Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Freitag aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Von den über alle Industriebranchen hinweg betrachtet 17 Prozent der Unternehmen in der militärischen Wertschöpfungskette sind der Befragung zufolge längst nicht alle Betriebe auf Rüstungsgüter spezialisiert. Lediglich 2,5 Prozent aller Industriebetriebe produzieren demnach explizit militärische Güter, 6,9 Prozent fertigen sogenannte Dual-Use-Produkte - also Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Weitere 7,6 Prozent sehen sich als Zulieferer der Branche.
Mit Blick auf die Zukunft planen dem Bericht zufolge über die aktuell 17 Prozent hinaus weitere 12,3 Prozent der Industriebetriebe ein Engagement im Verteidigungssektor. DIHK-Experte Rainer Kambeck sagte dem Blatt, "die Befragung spiegelt die guten Perspektiven in der Verteidigungsindustrie wider - als Folge der geopolitischen Konflikte." Die allgemeine Wirtschaftslage bleibe hingegen angespannt.
Regional gibt es laut DIHK deutliche Unterschiede: Besonders viele rüstungsnahe Unternehmen finden sich in Süddeutschland, wo der Anteil bei 21 Prozent liege. In Norddeutschland seien es 16 Prozent, im Westen 14,1 Prozent, in Ostdeutschland lediglich 8,8 Prozent.
T.Morelli--CPN