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Deutlicher Dämpfer für Bauhauptgewerbe - weniger Aufträge im Januar
Das Bauhauptgewerbe hat zum Jahresbeginn einen deutlichen Dämpfer erlitten. Der preisbereinigte Auftragseingang ging im Januar im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Hoch- und Tiefbau war die Entwicklung demnach jeweils ähnlich schlecht. Nach Jahren der Krise hatte die Branche 2025 erstmals wieder ein Auftragsplus verzeichnet.
Der Hochbau verzeichnete den Angaben nach im Januar 5,0 Prozent weniger Aufträge, der Tiefbau 5,1 Prozent weniger. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Im Hochbau war der Auftragseingang in den Monaten November bis Januar 5,8 Prozent niedriger als in den drei vorherigen Monaten, im Tiefbau lag er auf demselben Niveau (0,0 Prozent Veränderung).
Der reale, also preisbereinigte Umsatz im Bauhauptgewerbe fiel den Statistikern zufolge im Januar 2026 um 7,5 Prozent niedriger aus als im Vorjahresmonat. Die schlechte Witterung zum Jahresbeginn habe die Produktion gebremst, erklärte Tim-Oliver Müller vom Verband der Bauindustrie.
"Der Bau startet verhalten ins neue Jahr", erklärte der Chef des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa. "Ein fehlender Arbeitstag und die winterlichen Verhältnisse auf den Baustellen ließen die geleisteten Arbeitsstunden um gut 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen."
Beim Straßenbau komme es nun darauf an, dass die Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Bundesregierung nun endlich ankämen, führte Pakleppa aus. "Im Wohnungsbau ist ein Orderminus von ca. 15 Prozent im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat eine Warnung, dass der Aufschwung noch nicht selbst trägt."
M.Mendoza--CPN