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Pkw-Neuzulassungen im Juli erneut stark zurückgegangen
Die Produktionskrise in der Autoindustrie hat im Juli für einen weiteren deutlichen Rückgang der Neuzulassungen gesorgt. Im vergangenen Monat wurden in Deutschland knapp 206.000 Pkw neu zugelassen, das waren fast 13 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Die Zulassungen reiner E-Fahrzeuge nahmen zwar zu, die Absätze von Autos mit hybridem Antrieb brachen jedoch ebenfalls ein.
Unter den deutschen Marken verzeichnete laut KBA lediglich Porsche mit fünf Prozent einen Zuwachs. Am stärksten fiel der Rückgang mit 85 Prozent bei Smart aus. VW behielt trotz eines Minus von fast 20 Prozent den größten Anteil aller Neuzulassungen. Ausländische Marken wie Land Rover und Alfa Romeo verzeichneten zwar Zuwächse bei den Neuzulassungen, ihr Marktanteil ist jedoch sehr gering.
Bei weitem den größten Sprung machte der Elektroautobauer Tesla, wie das KBA mitteilte. Nach einem Zuwachs von 142,1 Prozent beträgt der Marktanteil des US-Unternehmens nun 0,6 Prozent. Nicht zuletzt deswegen stand bei reinen E-Autos im Juli am Ende bei den Zulassungen ein Plus von 14 Prozent, während der Absatz von Plug-in-Hybriden um 21 Prozent nachgab. Seit Jahresbeginn wurden inklusive hybrider Antriebe insgesamt 359.000 Elektro-Pkw zugelassen.
Im Vergleich zum Corona-Vorkrisenjahr 2019 wurden in den ersten sieben Monaten 34 Prozent weniger Pkw abgesetzt, wie der Branchenverband VDA ausführte. "Weiterhin dämpfen der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine den Markt und die Produktion", erklärte der Verband.
"Die Lieferengpässe halten an, bislang ist keine Erholung des Marktes zu erkennen", erklärte der Autoexperte der Unternehmensberatung EY, Peter Fuß. "Der Neuwagenabsatz hat europaweit einen historischen Tiefstand erreicht, und der Chipmangel wird auch in den kommenden Monaten zu Lieferproblemen führen."
O.Hansen--CPN