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Studie: Paare in Homeoffice bekommen mehr Kinder
Paare im Homeoffice bekommen einer Studie zufolge mehr Kinder. In Haushalten mit mindestens einem Tag Homeoffice in der Woche liege die Geburtenrate im Durchschnitt um 14 Prozent höher als in Haushalten ohne Homeoffice, teilte das Ifo-Institut am Mittwoch in München mit. Besonders groß sei der Effekt, wenn beide Partner im Homeoffice arbeiteten.
Der Durchschnittswert von 14 Prozent bezieht sich dabei auf 38 ausgewertete Länder. Ein Wert speziell für Deutschland wurde nicht erhoben, wie Ifo-Forscher Mathias Dolls sagte. Die Studie habe aber ergeben, dass der Homeoffice-Effekt in den USA besonders stark sei. Dort liegt die Geburtenzahl pro Frau um 18 Prozent höher als bei Paaren ohne Homeoffice.
"Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Zahl der Kinder erhöht – vermutlich, weil dadurch der zeitliche und organisatorische Aufwand sinkt, der nötig ist, um Beruf und Familie zu vereinbaren", erklärte Dolls. "Mehr Flexibilität durch Homeoffice könnte dazu beitragen, dass Menschen ihre gewünschte Familiengröße eher verwirklichen können."
Eine Anhebung der Homeoffice-Quote auf das US-Niveau könnte der Studie zufolge für 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr in Deutschland sorgen, betonte Dolls. Mehr Homeoffice allein könne das demografische Problem in Deutschland zwar nicht lösen. Es könne aber ein Baustein sein, um den Trend sinkender Geburtenraten etwas abzumildern.
O.Ignatyev--CPN