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Unicredit legt Angebot für weitere Anteile an der Commerzbank vor
Die italienische Großbank Unicredit hat am Montag ein Angebot zur Übernahme weiterer Anteile an der Commerzbank vorgelegt. Die Unicredit strebt ein Tauschangebot an, um ihre Anteile am Kapital der deutschen Bank auf über 30 Prozent zu steigern, wie sie am Montag mitteilte. Zugleich teilte die italienische Bank mit, sie gehe derzeit nicht davon aus, die Kontrolle über die Commerzbank zu übernehmen.
Die italienische Großbank war Ende 2024 in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen. Die Europäische Zentralbank und das Bundeskartellamt gaben seitdem eine Anteilserhöhung auf bis zu 29,9 Prozent frei. Derzeit hält die Unicredit eine direkte Beteiligung von rund 26 Prozent an der Commerzbank sowie eine zusätzliche Beteiligung von etwa vier Prozent über Finanzderivate.
Bei Überschreitung der Schwelle von 30 Prozent Anteilen an der Commerzbank ist die Unicredit zu einem öffentlichen Übernahmeangebot verpflichtet. Die Commerzbank-Führung und ihren Beschäftigten sowie auch die Bundesregierung haben sich gegen die Pläne ausgesprochen.
Der deutsche Staat hält noch einen Anteil von 12,1 Prozent an der Commerzbank - ein Überbleibsel der Rettungsaktion von 2008 während der weltweiten Finanzkrise. Infolge der Übernahmepläne der Unicredit hatte die Bundesregierung angekündigt, keine weiteren Anteile zu verkaufen.
C.Smith--CPN