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Axel-Springer-Verlag kauft britische Zeitung "The Telegraph"
Der Axel-Springer-Verlag übernimmt die britische Zeitung "The Telegraph". Das Berliner Unternehmen erklärte am Freitag, eine Vereinbarung über den Kauf der Telegraph Media Group (TMG) zum Preis von 575 Millionen Pfund (662,4 Millionen Euro) erzielt zu haben. Ziel sei es nun, den 170 Jahre alten "Telegraph" zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen", erklärte Springer-Chef Mathias Döpfner.
Demnach soll die TMG gezielt in den US-Markt expandieren. Dabei werde das britische Unternehmen von der "umfassenden Expertise" der Springer-Titel Politico und Business Insider profitieren.
"Die Transaktion eröffnet aus Sicht beider Parteien große Chancen", erklärte Axel Springer. "Sie bewahrt die Integrität einer traditionsreichen Medienmarke und schafft zugleich eine starke Basis für Wachstum und Expansion in weitere geografische Märkte - bei gleichzeitig klarem Bekenntnis zu hochwertigem, unabhängigem Journalismus und Medienvielfalt im Vereinigten Königreich."
Der "Telegraph" gehört derzeit Redbird IMI, einem Joint Venture des US-Investmentunternehmen Redbird und des Medieninvestitionsfonds von Abu Dhabi (IMI). Der Konzern begrüßte die "zügigen und effizienten Verhandlungen" und zeigte sich "überzeugt, dass Axel Springer gut positioniert ist, um den Telegraph in sein nächstes Kapitel zu führen". Nun werde eng mit den britischen Behörden zusammengearbeitet, "um die erforderlichen Genehmigungen für den Abschluss dieser Transaktion zu erhalten".
Im November erst hatte der Eigentümer des Boulevardblatts "Daily Mail", der DMGT-Konzern, eine Vereinbarung mit Redbird IMI über den Kauf des "Telegraphs" geschlossen. Demnach wollte DMGT die Zeitung für 500 Millionen Pfund (rund 577 Millionen Euro kaufen). Die britische Regierung jedoch eröffnete eine Untersuchung des vereinbarten Kaufs und begründete dies mit Wettbewerbsbedenken.
P.Schmidt--CPN