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Tarifverhandlungen bei Lufthansa Cityline werden Freitag wieder aufgenommen
Im Tarifstreit bei der Lufthansa-Tochter Cityline wird am Freitag wieder verhandelt. Die Lufthansa teilte am Donnerstag mit, sie habe ein "sehr weitreichendes Angebot für unsere Pilotinnen und Piloten" gemacht. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nannte das Angebot "nicht annehmbar".
Die Tarifverhandlungen bei Cityline ziehen sich schon seit Monaten. Die Gewerkschaft fordert rückwirkend 9,9 Prozent mehr Lohn. Mehrere Verhandlungsrunden blieben laut VC aber ohne Angebot des Arbeitgebers.
VC erklärte die Verhandlungen Mitte Februar für gescheitert und leitete kurz darauf eine Urabstimmung ein. Das Ergebnis lag am Donnerstag vor: 95 Prozent der Mitglieder beteiligten sich, 99 Prozent stimmten dafür, dass die VC "bei Bedarf alle notwendigen Maßnahmen bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen" einleitet. Das Ergebnis zeige "die große Geschlossenheit der Cityline-Pilotinnen und -Piloten".
Lufthansa legte bereits am Mittwoch ein Angebot vor. Das Unternehmen betonte am Donnerstag, die Urabstimmung sei "unabhängig von den laufenden Verhandlungen eingeleitet" worden. Der nächste Verhandlungstermin "ist bereits für morgen festgelegt".
Die VC nannte das Angebot nicht annehmbar, "da es weit hinter unseren Forderungen zurückbleibt". Zudem sehe es eine "absolute Friedenspflicht für sämtliche tarifvertraglich regelbaren Themen bis Ende 2027" vor. Die VC wäre damit in Bezug auf die Cityline "faktisch handlungsunfähig", erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro.
Bei Cityline arbeiten nach Angaben des Unternehmens rund 400 Pilotinnen und Piloten, die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von 29 Kurzstreckenflugzeugen und verbindet Ziele in Europa mit den Drehkreuzen München und Frankfurt. Cityline soll geschlossen und durch die neue City Airlines der Lufthansa ersetzt werden.
J.Bondarev--CPN