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Waldbesitzer rechnen angesichts Waldbränden mit Schäden in Rekordhöhe
Deutschlands Waldbesitzer rechnen wegen der seit Wochen bundesweit lodernden Waldbrände mit Schäden in Rekordhöhe. "Angesichts der bereits per Ende Juli zerstörten Waldflächen befürchten wir aufs Jahr gerechnet bundesweit Rekordschäden von 20 bis 30 Millionen Euro", sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), Andreas Bitter, der "Wirtschaftswoche" laut Mitteilung vom Freitag.
Die AGDW vertritt die rund zwei Millionen privaten sowie die kommunalen und körperschaftlichen Waldeigentümer in Deutschland. Brandschäden an Wäldern im Besitz des Bundes oder der Länder, zusammen rund ein Drittel der deutschen Waldflächen, seien bei den genannten Schätzungen daher noch gar nicht eingerechnet, ergänzte Bitter.
Alle Brandschäden in privaten und staatlichen Forsten zusammen könnten sich auf bis zu 45 Millionen Euro summieren. Die prognostizierte Schadenssumme läge damit um bis zu 30 Mal höher als der Durchschnitt der jährlichen Waldbrandschäden in Deutschland seit 1993.
Wegen der vergleichbaren Wetterlage zum trockenen und heißen Waldbrandsommer 2020 ist laut Bitter erneut mit Brandschadenssummen von mindestens 6000 Euro je Hektar zu rechnen. Einem von der Europäischen Union betriebenen Waldbrandinformationssystem zufolge nähern sich die in diesem Jahr schon verbrannten Waldflächen im Bundesgebiet bereits Ende Juli mit gut 3200 Hektar dem Niveau des bisherigen Rekordjahres 2018 an. Damals verbrannten im Verlauf von zwölf Monaten bundesweit 3622 Hektar Wald.
Die Schäden des laufenden Jahres könnten in den kommenden Wochen noch deutlich steigen, sagte der AGDW-Präsident. Angesichts der anhaltend heißen und trockenen Wetterlage sei davon auszugehen, "dass das Waldbrandrisiko bis in den September hinein außergewöhnlich hoch bleibt".
Aktuell halten vor allem zwei große Waldbrände im Osten Deutschlands die Feuerwehrkräfte in Atem. In Brandenburg brannten anfangs bis zu 850 Hektar, in der Sächsischen Schweiz erstreckt sich das Feuer immer noch über mehrere hundert Hektar.
Y.Uduike--CPN