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Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken
Bahn-Chefin Evelyn Palla hat "eine deutliche Verschlankung der Konzernleitung" angekündigt. Dies werde jährliche Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro bringen, sagte Palla am Montagabend bei einem Neujahrsempfang in Berlin. Mit Blick auf die Pünktlichkeit der Züge schwor sie Bahnfahrer in Deutschland auf ein weiteres schwieriges Jahr ein.
"Wir sagen ja zu unseren operativen Geschäften immer, ihr müsst mehr Geld verdienen und dann kann es nicht sein, dass die Konzernleitung diesen Geschäften auch auf der Tasche liegt", führte Palla aus. Die Südtirolerin steht seit Anfang Oktober an der Spitze des DB-Konzerns und hatte bereits angekündigt, in der Managementebene unterhalb des Konzernvorstands massiv zu kürzen - 21 von 43 Posten fallen dort weg.
"Wir wollen den Fokus legen auf die Funktionen, die uns tatsächlich unterstützen, dass die Qualität der Eisenbahn in der Fläche besser wird", sagte Palla weiter. "Und von dem Rest, von allem anderen werden wir uns verabschieden, weil wir uns das einfach nicht mehr leisten können."
Die DB steckt tief in der Krise. Große Teile der Infrastruktur sind marode und störanfällig, die Pünktlichkeitswerte insbesondere im Fernverkehr leiden darunter. Laut Palla wird sich dies kurzfristig auch nicht verbessern. Zuletzt hatte das Winterwetter für massive Störungen gesorgt, die Pünktlichkeitsquote im Januar dürfte darunter stark leiden.
"Zudem werden wir in 2026 ein sogenanntes Superbaujahr erleben", sagte die Bahn-Chefin. "Mit 28.000 Baustellen werden das noch etwa 2000 Baustellen mehr sein als im letzten Jahr. Und auch das wird dazu führen, dass die Pünktlichkeit weiter unter Druck bleibt."
A.Agostinelli--CPN