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Deutschlandticket: Trotz Preiserhöhung keine Kündigungswelle
Die Preiserhöhung für das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro im Monat hat nach Angaben der Verkehrsunternehmen nicht zu einer Kündigungswelle geführt. Zum Jahreswechsel hätten 5,75 Prozent der Kundinnen und Kunden ihr Ticket gekündigt, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag mit. Das liege im "normalen Rahmen", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. Vor einem Jahr, als das Ticket erstmals teurer wurde, hatten rund acht Prozent der Kunden gekündigt.
Insgesamt nutzten zum Jahresende 14,6 Millionen Menschen das Deutschlandticket, rund eine Million mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Davon waren laut VDV 15 Prozent Jobtickets - zu wenig nach Meinung der Branche. "Es gilt, mehr Marketing für das Ticket zu machen", sagte Wortmann. Hier sieht er den Bund in der Pflicht - um das Deutschlandticket zu einem "Volksticket" zu machen.
Das Ticket war am 1. Mai 2023 eingeführt worden und kostete zunächst 49 Euro pro Monat. Der Preis wurde zunächst auf 58 Euro, dann auf 63 Euro erhöht. Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr aus, und zwar bis 2020. Das reicht aber wahrscheinlich nicht aus - für die Jahre 2027 soll deshalb ein Kostenindex festgelegt werden, der etwa Personal- und Energiekosten berücksichtigen soll. Wortmann sagte, der Preis werde weiter steigen müssen.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzten laut Verband im vergangenen Jahr insgesamt 9,86 Milliarden Fahrgäste. Das ist ein leichter Zuwachs um 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich.
M.Mendoza--CPN